Auf den Albwiesen - Fotoprojekt "Wilde Alb"

An einem traumhaften Sommerabend haben wir mal wieder unsere Fotorucksäcke geschultert um eine Tour auf die Schwäbische Alb zu machen. Ziel waren artenreiche Wiesen auf der Albhochfläche bzw. einer Zwischenstufe, die nur einmal im Jahr gemäht werden, so genannte Mähder. Eigentlich wollten wir dort die Kugelorchis (Traunsteinera globosa) fotografieren. Die Art, die auf den ersten Blick wie eine Skabiose oder Knautia aussieht, fanden wir dann auch nach längerem Suchen. Leider waren alle Exemplare schon stark verblüht - wir waren zu spät dran. Und überhaupt war der (Ver-)Blühaspekt nicht wirklich fotogen - da müssen wir im nächsten Jahr zeitiger wieder kommen. Und so gestaltete es sich zäh ein paar sehenswerte Bilder auf den Chip zu bannen... Wir "kämpften" entlang eines Grasweges und hatten uns inzwischen der Insektenwelt zugewendet, doch die sommerlichen Temperaturen ließen still sitzende Motive praktisch nicht zu. Als das Licht gerade am "numschnappen" war, setzten sich dann doch ein paar typische Arten dieser Alb-Hochwiesen in Szene. Unser Lieblingsspurch bei unseren Alb-Touren hat sich mal wieder bewahrheitet: "Irgendwas geht immer!"
Ein grandioser Abend auf der Alb...

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Gewöhnliche Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea)

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Weiße Waldhyazinthe (Platanthera bifolia)

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Thymian-Widderchen bzw. Bibernell-Widderchen (Zygaena purpuralis bzw. minos). Eine Unterscheidung beider Arten im Feld ist praktisch nicht möglich, weshalb sie zum purpuralis-Komplex zusammengefasst werden.

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Rotbraunes Wiesenvögelchen (Coenonympha glycerion)

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Die Art hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Baden-Württemberg auf der Schwäbischen Alb.

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