Die beim Sonntagsspaziergang nur kurz abgelichtete Wasseramsel ließ mir keine Ruhe und so fuhr ich zusammen mit einem Fotokollegen noch einmal einen Nachmittag an den Bach. Dort gibt es auf einem Abschnitt von unter einem Kilometer mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Reviere. Dazu sind durch den bachbegleitenden Weg die Tiere so an den Menschen gewöhnt, das Aufnahmen aus nächster Nähe ohne zu stören möglich sind. Die Annäherung war somit nicht das Problem, aber die Lichtbedingungen und das Verhalten der Tiere stellt einen vor große fotografische Herausforderungen. Große Teile des Baches sind vom Laub beschattet, so dass man selbst bei Sonnenschein deutlich über ISO 1000 gehen muss, um einigermaßen schnelle Verschlusszeiten zu erreichen. Und die braucht man, sitzen die Tiere doch praktisch nie still... Scheint dann die Sonne hat man ein weiteres Problem, sie kommt an vielen kleinen Stellen durch das Laubdach und erzeugt auf dem Wasser einen Teppich von extrem hellen Flecken. Damit bekommt man einen sehr unruhigen Hintergrund und der digitale Sensor kommt mit dem Dynamikumfang an seine Grenzen. Auch der Autofokus funktioniert unter solchen Bedingungen nicht immer treffsicher.
Trotz all den "Hürden" hat es unheimlich viel Spaß gemacht den Tieren bei der Jagd nach Insekten und kleinen Fischen zuzuschauen oder die Fütterung zu beobachten. Die ersten Jungvögel waren gerade bei einem Paar ausgeflogen und bettelten Lautstark nach Nahrung, während beim anderen Paar noch am Nest gefüttert wurde.

Blitzschnell taucht die Wasseramsel (Cinclus cinclus) aus den Fluten auf.

Unermütlich wird im und am Wasser nach Nahrung gesucht.

Gut durchströmte Fließgewässer mit stark strukturierter Sohle sind ihr Lebensraum.

Wasseramsel am Wasserfall.

Den Schnabel voller Nahrung auf einem Stein in der Nähe des Nestes.

Im Hintergrund die Kaskade mit dem Nest.

Anflug auf das Nest unter einer natürlichen Kaskade neben einem kleinen Wasserfall.

Nachdem die Beute verfüttert wurde geht es sofort wieder auf die Jagd.

Ab und zu gönnen sich die Eltern eine Auszeit und rasten am Ufer oder auf einem Stein im Bach.

Schließt die Wasseramsel das Augenlid, wird ein weißer gefiederter Bereich am oberen Augenrand sichtbar.

Häufig ruhen die Tiere auf einem Bein.

Wasseramsel ganz nah am Rande der Naheinstellgrenze des Objektives (ca. 2,5 m).

Bei dieser Aufnahmedistanz kann man sozusagen der Wasseramsel einen "Blck über die Schulter" werfen.

Augen zu...

Nach der ausgiebigen Gefiederpflege wird sich gestreckt.

Eine junge Wasseramsel wartet auf den Altvogel.

Da kommt schon der Altvogel mit einem Schnabel voller Insekten.
