about

Es wurde mir in die Wiege gelegt: Die Liebe zur Natur und das Interesse an der Fotografie. Aufgewachsen in einer ländlichen Gegend im Nordosten von Baden-Württemberg, war die Natur vor der Haustüre der tägliche Abenteuerspielplatz. Computer und Smartphones gab es damals in den 80er Jahren noch nicht – zum Glück. So war ich viel mit meinem Vater, selbst leidenschaftlicher Naturschützer und -fotograf, entlang den Flüssen Kocher und Jagst im schönen Hohenlohe unterwegs. Schon früh baumelte ein Fernglas um meinen Hals.

September 1981

Spannende Tierbeobachtungen haben meine Kindheit geprägt. Und die Kamera des Vaters war auch ständiger Begleiter. Es gab so viel zu entdecken – zu sehen, zu riechen und zu schmecken. In der Jugend hat mich dann das Medium Wasser geprägt. Erst der Bau von Staudämmen in kleinen Bächen. Dann die Fische und die Angelei. Zwischen 12 und 18 Jahren habe ich den Großteil meiner Freizeit zusammen mit Freunden angelnd am Fluss verbracht. Wenn wir nicht fischen waren, verbrachten wir die Zeit beim Basketballspielen auf dem Hartplatz oder auf dem Mountainbike. Kurzum es waren viele Jahre an der frischen Luft und in ländlicher Natur – eine Prägung fürs Leben.

Mit dem Beginn des Studiums der Umweltsicherung im Jahr 2000 kam dann (wieder) der Kontakt mit der Fotografie. Zusammen mit Kommilitonen gründete ich den „Arbeitskreis Naturfotografie“. Wir gingen auf fotografische Exkursionen rund um unseren ländlichen Studienort in Mittelfranken unweit des Altmühlsees. Mit dem Diaprojektor diskutierten wir in einem kleinen Hörsaal die Ergebnisse. Es ergaben sich die ersten Kontakte zu Naturfotografen in der Region und zur Regionalgruppe VIII Württemberg, Bayern der GDT (Gesellschaft für Naturfotografie e.V.), damals noch Gesellschaft Deutscher Tierfotografen. Die Leidenschaft war geweckt. Die Fotografie nahm mehr und mehr einen immer größeren Raum in meinem Leben ein.

2005 zog ich für den ersten Job nach Stuttgart. Ich hatte das riesen Glück, die Passion für die heimische Natur zum Beruf machen zu können und so begann meine bis heute andauernde Arbeit für die Naturschutzverwaltung des Landes Baden-Württemberg. Mit der Großstadt musste ich Landei mich erst anfreunden. Zum Glück wohnte ich am Rande der Stadt mit viel Grün und ausgedehnten Waldgebieten. Schnell entdeckte ich viele neue Motive vor der Haustüre. Das erste eigene Einkommen machte auch den Ausbau des Fotoequipments möglich. Zum Jahreswechsel 2004 / 2005 stieg ich auf die Digitalfotografie um. Seitdem habe ich kein Dia mehr belichtet.

Zwischen 2005 und 2011 war ich insgesamt sechs Mal für Fotoreisen am Neusiedler See. Die ersten vier Reisen zusammen mit Wolfgang Hemmer aus meiner hohenlohischen Heimat. Wir haben uns in jeder Hinsicht ergänzt und viele wunderbare Stunden zwischen Hanság und Leitahgebirge verbracht. 2007 haben wir in einer Reise den höchsten und niedrigsten Punkt Österreichs besucht. Unsere Reise begann am Großglockner bei Murmeltieren und Steinböcken im Schnee und führte uns zu Rohrdommeln am Tiefsten Punkt am Rande der pannonischen Tiefebene. Ein unvergessenes Abenteuer!

Inzwischen liegt mein fotografischer Schwerpunkt bei heimischen Motiven, häufig im Kontext mit Naturschutzthemen. Für mich eine perfekte Symbiose aus Leidenschaft und Beruf! Die intensive Auseinandersetzung mit Lebensräumen und ihren Arten fasziniert mich besonders. Es sind aber nicht nur die Motive in der Natur, die mich begeistern. Das Medium Fotografie an sich finde ich unglaublich spannend. Deshalb fotografiere ich hin und wieder auch Konzerte oder heimatliche Kulturgüter. Wichtig für die Inspiration dabei sind für mich die Musik in all ihren Facetten und andere Künste, wie z.B. die Malerei, bei der es mir die romantische Landschaftsmalerei besonders angetan hat.

Die Faszination (Natur-)Fotografie mit anderen teilen zu dürfen, war und ist mir immer wichtig. Was in der Studienzeit als Arbeitskreis begann, ist heute das ehrenamtliche Engagement in Vereinen. Seit 2006 bin ich zweiter Vorsitzender des Fotoclubs Leinfelden-Echterdingen e.V. Hier hat man mich 2005 nach meinem Umzug nach Stuttgart herzlich aufgenommen und ich schätze diesen kleinen aber feinen Kreis von Menschen sehr. Seit Anfang der 2000er Jahre bin ich in der Regionalgruppe VIII der GDT aktiv, im Jahr 2010 habe ich die Leitung der Regionalgruppe übernommen. In den letzten 10 Jahren ist die Gruppe stetig gewachsen, viele neue Mitglieder sind hinzugekommen und Freundschaften sind entstanden – es ist schön, ein Teil der GDT-Familie zu sein!